Wille, Doris

DAS INTERVIEW ZUM FESTIVAL: DORIS WILLE

Guten Morgen aus Kreta. Im Rahmen dieser Serie wollen wir Ihnen vorab alle Autoren/Innen vorstellen, die an unserem Festival teilnehmen. Heute ist Doris Wille unser Gast:

WILLE

Geboren in der westfälischen Kleinstadt Warburg, aufgewachsen in einer reiselustigen, weltoffenen Familie. Seit mehr als zwei Jahrzehnten in Griechenland zu Hause. Lebt auf der Ionischen Insel Kefallonia. Verheiratet mit einem Griechen, zwei Söhne. Magisterstudium der Germanistik und Kunstgeschichte in Münster, Wien und Berlin, Aufbaustudium in Journalistik und Öffentlichem Recht in Mainz. Staatlich geprüfte, öffentlich bestellte und beeidigte Übersetzerin für die neugriechische Sprache. Berufstätig zunächst als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache, später als Journalistin, vorwiegend beim Rundfunk und schließlich seit 1998 als Übersetzerin mit Schwerpunkt auf moderner griechischer Literatur. Kuratorin für Griechenland beim internationalen literaturfestival berlin (ilb) in der Programmsparte Kinder- und Jugendliteratur. Autorin des Kinderreiseführers „Kefalonia für Kinder“. Beim Festival vertreten durch das zweisprachige Bilderbuch „Katzenohrenwölkchen/Γατοσυννεφάκια“.

http://www.doriswille.de

Und hier ihre Antworten auf unsere Preisfragen:

Und hier ihre Antworten auf unsere Preisfragen:

Wenn Sie nur 5 Worte haben, um sich selbst zu beschreiben. Was würden Sie sagen? Positiv, offen, arbeitsfreudig, nachdenklich, ausgeglichen

Was war Ihr Lieblingsbuch als Kind und als Jugendlicher? Als Kind Astrid Lindgren, Ottfried Preussler und gruselige Märchen. Als Jugendliche alles zwischen „Effie Briest“ und „Archipel Gulag“.

Was lesen Sie heute am liebsten? Ich lese am liebsten zeitgenössische griechische und deutsche Autoren, wobei mich am meisten die ganz aktuellen, noch druckfrischen Bücher interessieren. Gerne auch noch nicht veröffentlichte Manuskripte.

Gibt es auch Bücher, die Sie nur gezwungenermassen gelesen haben?  Das kommt durch meine Arbeit als Übersetzerin relativ häufig vor. Dabei gibt es aber viele angenehme Überraschungen.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?  Das gehörte schon immer zu mir.

Welches Genre lesen Sie selbst am liebsten? Romane und auch Biografien

Wer ist für Sie der bedeutendste lebende Mensch? Keine Prominenten, sondern einfache Menschen.

Wen bewundern Sie am meisten? Wahrscheinlich meine verstorbene Großmutter – eine selbstbewusste, emanzipierte Frau im Geist der 1920er Jahre, eine wunderbare Sängerin, ein lebensfroher Mensch, eine liebevolle Oma, eine kultivierte Dame, eine verständnisvolle Zuhörerin, lebenskluge Ratgeberin, interessierte Gesprächspartnerin, fantastische Köchin und tolle Gastgeberin …

Wenn eine gute Fee vorbeikäme und Sie hätten drei Wünsche frei. Was würden Sie sich wünschen? Die Zeit anhalten zu können – Gesundheit für mich und meine Lieben – Einen Wunsch für irgendwann später

Sie nehmen an einem dt.-griech. Lesefestival teil. Erzählen Sie uns ein wenig über Ihr Verständnis des dt.-griech. Verhältnisses und wie Sie denken und was Sie sich für die Beziehungen beider Länder wünschen. Leider ist seit Beginn der Krise in der Beziehung zwischen den beiden Ländern sehr viel kaputt gegangen, was sich jahrzehntelang positiv entwickelt hatte. Die Diskussion wird oft hochemotional geführt, und nicht selten wird dabei unter der Gürtellinie ausgeteilt, mit Häme, Verletzungen, Arroganz und den entsprechenden Gegenreaktionen.  Als Deutsche in Griechenland kommt man dabei immer wieder in Erklärungsnot, und zwar auf beiden Seiten. Es ist schwierig geworden, zwischen den jeweiligen Denkweisen und emotionalen Welten zu vermitteln.  Literatur und besonders aktuelle Literatur kann zur Verständigung beitragen. Als  Literaturübersetzerin habe ich meinen Anteil daran.  2007, 2011 und 2012 habe ich mit griechischen Autoren das internationale literaturfestival berlin (ilb) besucht und dabei diese Erfahrung gemacht, vor allem dann, wenn es um ganz andere Themen ging als um Rating-Agenturen, Schuldenschnitte und Troika-Besuche.  Auch das deutsch-griechische Lesefestival bietet diese Chance, und das umsomehr, als hier Menschen zusammenkommen, die beide Seiten kennen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Viele kleine Leser für Doris Wille, Katzenohrenwölkchen – Γατοσυννεφάκια

Katzenohrenwoelkchen

kennen

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